On Demand - Zukunft der Textilindustrie?

On Demand - Zukunft der Textilindustrie?
Nachhaltigkeitstest jetzt starten

Kleine Schritte für mehr Nachhaltigkeit

Wir von Bella ciao schaffen ungewöhnliche Lieblingsteile für Deinen Kleiderschrank und Dein Zuhause. Und das ganz bewusst – schließlich tragen die meisten Menschen z.B. ihre Kleidungsstücke kaum länger als ein Jahr und im Durchschnitt kommen 70 bis 80 neue jährlich dazu. Ein wichtiger Schritt hin zur umweltfreundlichen Kleiderindustrie ist dabei das Print-on-Demand-Verfahren. Vor- und Nachteile des Verfahrens stellen wir Dir hier kurz vor.

Enorme Umweltbelastung durch Textilindustrie

Weltweit betrachtet ist die Kleider- und Textilindustrie der zweitgrößte Umweltsünder direkt nach der Erdölbranche. Mensch und Umwelt werden in vielen Bereichen massiv geschädigt: Für die Produktion einer einzigen Jeans werden beispielsweise bis zu 7000 Liter Wasser und hunderte giftiger Chemikalien gebraucht. In Asien werden Chemieabfälle häufig ungefiltert in Flüsse geleitet. Traurige Phänomene wie die durch Giftstoffe im indischen Grundwasser verursachte Eluru Mystery Disease von 2020 und das Massensterben von Tieren in der Nähe von Flüssen und Flussmündungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Das kann und darf unser Konsumdrang nicht weiter verursachen!

  • Mehr als 20 % der weltweiten Trinkwasserreserven werden für die Textilindustrie genutzt. Jedes Kleidungstück verdreckt tausende Liter Wasser.
  • Zur Herstellung werden giftige Chemikalien genutzt, die Mensch und Tier nachweislich krank machen oder töten können. Die Abfallprodukte der Kleiderherstellung werden häufig ungefiltert in die Umwelt geleitet und verschmutzen so noch mehr Wasser.
  • Die Entsorgung von Altkleidern aus Europa wird aufgrund der Massen an Textilien mit Kunststoffanteil immer problematischer.
  • Durch gezielte Überproduktion und die saisonale Zerstörung ganzer Sortimente werden mehr als 1,7 Millionen Tonnen an CO² in die Atmosphäre gestoßen.

Bella ciao Organic Hoodies

Die irrsinnige Einbahnstraße der Saisonware

Welche Probleme die Produktion von Saisonware auf Vorrat mit sich bringt, hat sich im Frühjahr 2021 deutlich gezeigt: Viele Modeketten vernichteten ihre gesamte Winterkollektion, um Lagerraum für die neuen Sommer- und Winterkollektionen zu schaffen. Schon vor den Corona-Lockdowns wurden jährlich etwa 300 Millionen neuwertige Textilien vernichtet. Klingt nach sinnloser Verschwendung für Dich? Für uns auch. Deshalb produzieren wir ausschließlich POD-Artikel, die tatsächlich vom Kunden erwartet werden.

Warum wird bewusst zu viel Ware produziert?
Die Modewelt lebt von ständig wechselnden Trends. Jährlich werden andere Farbkombinationen, Muster und Schnitte vermarktet, um die Nachfrage künstlich anzuheizen. Schließlich sollen Kunden nicht 10 - 15 Jahre warten, bevor sie ein gekauftes T-Shirt wegwerfen und ersetzen.

Was spricht gegen Kleiderspenden oder Rabattaktionen?
Tatsächlich steht oftmals die Politik der vernünftigen Verwertung von alter Saisonware im Weg: Für Hersteller, die Platz im Lager benötigen, ist es günstiger, die Kleidung entsorgen zu lassen. Bei Spenden und Rabattaktionen fallen oft zusätzliche Steuern an, die mehr kosten als der Transport und die Vernichtung von Waren.

Was ist Print on Demand?

Glücklicherweise gibt es viele Ansätze, um die Umweltverschmutzung durch Kleiderproduktion zu verringern. Ein effizienter Weg, um Ressourcen und Energie zu sparen, ist das Print-on-Demand-Verfahren. Wie der Name schon vermuten lässt, wird Kleidung bei diesem Verfahren nicht vorproduziert und von der Stange gekauft, sondern auf Bestellung genäht, bedruckt und verschickt. Das hat viele Vorteile:

Vorteile des POD-Verfahrens im Überblick

1. Weniger Emissionen
Wenn Modeanbieter nur produzieren was bestellt wird, ist deutlich weniger Logistik notwendig. Kleidung wird nicht in Massen vorproduziert und anschließend in Filialen geliefert, sondern kommt direkt zum Kunden. Wir von Bella ciao achten zusätzlich auf CO²-neutrale Lieferung und kaufen möglichst viele Baumwollprodukte aus nachhaltiger Herstellung. → Dir ist sicher aufgefallen, dass einige unserer Textilien Kunststofffasern enthalten. Für optimalen Tragekomfort, guten Sitz und lange Haltbarkeit können wir momentan leider NOCH nicht bei allen Kleidungsstücken und Dekoartikeln auf reine Naturmaterialien setzen. Viele unserer Kollektionen bestehen aber schon jetzt aus 100 % Bio-Baumwolle – it's your choice!

2. Keine Materialverschwendung
Beim POD-Verfahren entfällt die Saisonware. Bei uns gibt es keine Lager voller ungetragener Kleidung, da wir unsere Rohlinge erst bedrucken, wenn sie bestellt werden. Wird ein Motiv nicht so häufig verkauft wie andere, können wir unsere Produktion ohne zusätzlichen Aufwand umstellen. So bleibt kein Kleidungsstück ungenutzt und die Überproduktion entfällt.

3. Größere Vielfalt
Print on Demand öffnet unabhängigen Designern wie uns die Türen, um einen großen Markt ansprechen zu können. Wir können unsere vielfältigen Styles anbieten, ohne jedes Motiv in verschiedenen Größen und Farben vordrucken zu müssen. Das bedeutet: Mehr Auswahl! Mit Standard-Druckmotiven von der Stange ist im Print-on-Demand-Zeitalter endgültig Schluss und Kunden können ihre Styles viel individueller zusammenstellen.

Co2 freier Versand im Bella ciao Shop

Print on Demand – die Zukunft der Mode

Für eine nachhaltige Modeindustrie sind Print-on-Demand-Konzepte unverzichtbar. Bei Bella ciao setzen wir zu 100 % auf On-Demand-Herstellung. Auch unsere Resin Dekoartikel stellen wir bis auf wenige Ausstellungsstücke erst dann her, wenn sie bestellt werden. Dadurch verlängert sich die Lieferzeit für Bestellungen um wenige Tage, doch das Warten lohnt sich: Für die qualitativ hochwertige Ware aus unserem Online-Shop werden keine Materialien verschwendet. Damit wollen wir als Vorbild für andere Startups in der Textilindustrie agieren und der Kleiderverschwendung ein Ende setzen.

Schritt für Schritt für einen sauberen Planeten

Wir arbeiten unser Geschäftskonzept ständig aus und wollen unsere Umweltbilanz auch in Zukunft weiter verbessern. Neben der POD-Herstellung achten wir auch in anderen Bereichen der Herstellung und Logistik auf die Umwelt und sind immer auf der Suche nach neuen, noch grüneren Konzepten. Unserer Meinung nach sollten Kleiderhersteller und Verkäufer neue Grundsätze in ihre Geschäftskonzepte aufnehmen, die schon heute leicht umsetzbar sind:

  • Wir bieten viele Bio-Kollektionen aus 100 % natürlichen Materialien, damit du frei wählen kannst, welche Materialien du auf der Haut tragen möchtest.
  • Wir achten darauf, das Lager möglichst klein zu und beschränken uns hier auf Sampleware
  • Viele unserer Produkte werden CO²-neutral hergestellt. Unvermeidbare Emissionen werden, so gut es geht, durch Umweltschutzprojekte kompensiert.


❥Juhu! Wer liest heute tatsächlich nochmal was in Ruhe? Danke das Du es zumindest tust. Hier gibts dafür noch ein kleines Easter Egg als Belohnung für Dich, mit dem Du 11% bei Deiner nächsten Bestellung sparst: ON-DEMAND